Erneuerbare Energien retten nach Blackout die Stromversorgung
Nach dem großflächigen Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel waren Solar- und Windkraft entscheidend für die Wiederherstellung der Versorgung.
Kohle- und Atomkraftwerke konnten kaum helfen. Der Neustart gelang deshalb nur in kleinen Schritten. Große Kraftwerke hätten zunächst selbst viel Energie gebraucht, um hochzufahren.
Flexiblere Anlagen wie Solarfelder oder Gaskraftwerke konnten hingegen schnell wieder Strom liefern.
Experten sehen darin einen wichtigen Vorteil dezentraler Energielösungen für die Netzstabilität in Krisen.
Zinssenkung sorgt für Entlastung bei Immobilienkäufern
Deutschlands Immobilienkäufer profitieren derzeit von sinkenden Hypothekenzinsen. Ursache ist die Kapitalflucht aus den USA, die deutsche Bundesanleihen wieder attraktiv macht.
Die Bauzinsen sind spürbar gefallen – und könnten weiter sinken.
Dank Donald Trumps neuer Zollpläne verunsichern die US-Märkte Investoren, die zunehmend europäische Anleihen nachfragen.
Infolgedessen gingen die Renditen deutscher Staatsanleihen zurück und entlasteten Immobilienkäufer.
Gleichzeitig senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf 2,25 Prozent – weitere Zinssenkungen könnten folgen.
Dennoch ziehen Immobilienpreise leicht an, was den Kaufdruck erhöhen könnte.
Stadtwohnungen für Familien bald unbezahlbar?
Die Baukosten in Deutschland sind seit 2020 massiv gestiegen – und gebaut wird meist nur noch für kleine Haushalte.
Laut neuem Bauforschungsbericht finden Familien kaum noch passende Wohnungen in Städten. Experten warnen: Ohne politische Wende wird Wohnen unbezahlbar.
Der Wohnraummangel spitzt sich weiter zu – besonders für Familien. Ein neuer Bauforschungsbericht zeigt: In den Städten sinkt die Zahl familienfreundlicher Grundrisse rapide, während Baukosten und Mieten explodieren.
Die Folge: Immer mehr Haushalte mit Kindern müssen aus dem urbanen Raum weichen.
Gleichzeitig fehlen bundesweit über eine halbe Million Wohnungen – Tendenz steigend. Selbst Neubauten wären nur mit Kaltmieten ab 17,50 Euro pro Quadratmeter kostendeckend.
Die Experten fordern deshalb gezielte Subventionen und einen radikalen Kurswechsel in der Förder- und Baupolitik. Andernfalls droht eine soziale Verdrängung in nie dagewesenem Ausmaß.
Benko bleibt in U-Haft – neue Razzien in Signa-Affäre
Die österreichische Justiz hat die U-Haft für René Benko verlängert. Parallel dazu wurden bei Ermittlungen zu Betrug und Untreue erneut Signa-Räume in Wien durchsucht.
Im Fall René Benko spitzt sich die Lage weiter zu: Die Untersuchungshaft des Signa-Gründers wurde um 2 Monate verlängert – wegen „dringendem Tatverdacht“ und „Tatbegehungsgefahr“.
Gleichzeitig durchsuchten Ermittler in Wien erneut Immobilien und Geschäftsräume der Signa-Gruppe.
Der Verdacht: Betrug und Veruntreuung in Millionenhöhe, unter anderem gegenüber einem saudi-arabischen Staatsfonds.
Auch die italienische Justiz ermittelt – wegen Verdacht auf Korruption, Ausschreibungsmanipulation und Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Benkos Anwalt weist alle Vorwürfe zurück. Doch nach dem Zusammenbruch seines Firmenimperiums reißen die schlechten Nachrichten nicht ab.
Umfrage: Neue Grundsteuer trifft viele Hausbesitzer härter als gedacht
Die Reform der Grundsteuer sollte aufkommensneutral sein – doch neue Zahlen zeigen: Zwei Drittel der Eigentümer zahlen mehr. Im Schnitt steigt die Steuerlast um satte 84,5 Prozent.
Laut einer Umfrage von WISO Steuer unter 46.000 Eigentümern steigt für zwei Drittel der Befragten die Grundsteuer – im Schnitt um 84,5 Prozent.
Besonders betroffen sind Einfamilienhausbesitzer in Großstädten wie Berlin, wo die Steuerlast sogar um 135,8 Prozent steigt.
Grund dafür sind das Bundesmodell mit marktbezogener Immobilienbewertung, hohe Bodenrichtwerte und teils kräftige Hebesätze der Kommunen.
Mehrfamilienhäuser sind weniger stark betroffen, da sie schon zuvor nach Erträgen bewertet wurden.
Bis zu 27 Prozent mehr: Für diese Haushalte wird das Heizen besonders teuer
Die Heizkosten steigen weiter – das bekommen viele Mieter nun in ihren Nebenkostenabrechnungen für 2024 zu spüren.
Vor allem Fernwärmekunden müssen deutlich mehr bezahlen. Für Mieter mit Ölheizung sieht es dagegen besser aus.
Für Miethaushalte, die Fernwärme nutzen, steigen die durchschnittlichen Kosten für Wärme und Warmwasser in einer 70-Quadratmeter-Wohnung von 830 auf 1.055 Euro – ein Plus von rund 27 Prozent.
Das zeigt eine Ista-Auswertung von rund 900.000 Abrechnungen. Bei Gas-Zentralheizungen legen die Kosten demnach um knapp 7 Prozent zu, während Nutzer von Öl-Zentralheizungen deutlich entlastet werden und über 12 Prozent weniger zahlen.
Die Preissteigerungen bei Gas und Fernwärme erklärt Ista mit dem Ende der Energiepreisbremsen und der zeitlich versetzten Weitergabe von Preisänderungen bei Fernwärme.
In einer Umfrage erwarten 60 Prozent der Mieter weiter steigende Heizkosten in der kommenden Saison.
Büros werden teurer – und leerer
Während die Spitzenmieten in Frankfurt und München weiter zulegen, steigen gleichzeitig die Leerstände – teils deutlich stärker als erwartet.
Der Büroimmobilienmarkt in Deutschland steht vor einer paradoxen Entwicklung.
Deutschlands Büromärkte entwickeln sich auseinander: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit steigen die Spitzenmieten in Städten wie München (+12 Prozent in 2024) und Frankfurt (+5 Prozent), doch parallel nimmt der Leerstand stark zu.
Besonders in Berlin und Düsseldorf kletterten die Quoten stärker als von Researchern prognostiziert.
In München liegt der Leerstand nun bei 7,5 Prozent, in Frankfurt sogar bei bis zu 11 Prozent. Hamburg bleibt mit rund 5 Prozent eine Ausnahme.
Für 2026 wird vor allem in Berlin mit einem weiteren Anstieg auf bis zu 9 Prozent gerechnet.
Die Spitzenrenditen stagnieren derweil – mit wenigen Abweichungen. Das zeigt: Der Büromarkt ist unter Druck, aber Toplagen bleiben gefragt.
Teuerste Großstädte Europas: Deutschland dominiert
Ein aktuelles Europa-Ranking der Immobilienpreise sieht München an der Spitze. Und auch zwei weitere deutsche Großstädte sind in den Top 5 vertreten.
Der Wohnimmobilien-Preisreport 2024 des Maklernetzwerks Remax zeigt: München bleibt im Europa-Ranking die teuerste Stadt für Immobilienkäufer, mit durchschnittlich 9.965 Euro pro Quadratmeter bei Wohnungen.
Auf Platz 2 folgt Wien mit 6.762 Euro. Berlin (6.278 €/qm) und Hamburg (6.124 €/qm) sichern sich ebenfalls Spitzenplätze und machen Deutschland zur teuersten Immobiliennation im europäischen Vergleich.
Madrid (5.221 €/qm) und Linz (4.796 €/qm) folgen auf Rang 5 und 6.
Insgesamt wurden Kaufpreise in acht europäischen Ländern ausgewertet: in Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Spanien, Tschechien und der Türkei.

